In einem Gottesdienst am 15. September 2026 in der Kapelle des St. Elisabethen-Krankenhauses sind sieben neue ehrenamtliche Krankenhaus-Seelsorgende offiziell für ihren Dienst beauftragt worden.
Wo Zuhören Teil der Heilung ist
Sieben neue Ehrenamtliche wurden für die Krankenhausseelsorge in den Kreiskrankenhäusern beauftragt

Die beiden hauptamtlichen evang. Krankenhaus-Seelsorgenden, Eva Nübel und Jörg Hinderer, segneten Albert Brenneisen, Renate Esch, Helene Grieshaber, Judith Kolze, Susanne Korell, Ursula Müller und Gabriele Rück für ihren Dienst. Den hatten diese bereits im Anschluss an einen einjährigen Qualifizierungskurs auf verschiedenen Stationen der Kliniken des Landkreises Lörrach aufgenommen. Damit sind insgesamt zwölf qualifizierte Ehrenamtliche an den aktuell noch drei Standorten tätig.
Dem Gottesdienst lag die biblische Begegnung von Mose mit Gott im brennenden Dornbusch (Ex 3) zugrunde. Was heißt: Gott ist da – schon bevor ich ein Krankenhauszimmer betrete, einem fremden Menschen, einer anderen Kultur oder anderen Religion begegne? Und was bedeutet es in diesem Kontext, „die Schuhe auszuziehen“, weil es ja heiliger Boden ist?
Dekanin Esther Philipps beschrieb in ihrer Ansprache Seelsorgende als Grenzgänger, die sich in den Zwischenräumen des Lebens bewegen. Wer sich auf die Begegnung mit einem anderen Menschen einlasse, komme aus einem solchen Gespräch häufig anders heraus, als er hineingegangen sei. Pflegedirektorin Dubravka Kavur würdigte den wichtigen Dienst der Krankenhausseelsorge für die Kreiskrankenhäuser im Landkreis Lörrach. Sie sagte, „Heilung geschieht auch dort, wo ein Mensch einem anderen zuhört, wo er Trost spendet, wo er einfach da ist.“ Musikalisch wurde der Gottesdienst von Kirchenmusiker Florian Metz gestaltet.
An der Feier nahmen neben ehren- und hauptamtlichen Krankenhaus-Seelsorgenden, Dekanin Philipps, Führungspersonal der Kreiskliniken sowie Stationspersonal, Angehörige der neu beauftragten Ehrenamtlichen sowie weitere Interessierte teil. Die Feier klang mit einem Apéro und zahlreichen Gesprächen aus.
Einen weiteren Bericht des Dreiland-Klinikums zur Beauftragung der Ehrenamtlichen können Sie HIER lesen.
